Hochbeet anlegen

Ein Hoch auf dieses Beet! Denn es garantiert einfacheres Arbeiten, reiche Ernte, Genuss und Gartenfreude.

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Das Gärtnern in luftiger Höhe ist keine Neuheit, sondern eine altbewährte Arbeitsmethode und wird seit Jahrtausenden überall auf der Erde praktiziert. Aus biegsamen Zweigen oder zusammengebundenen, dünnen Baumstämmen entstanden die ersten noch niedrigen Hochbeete und ermöglichten auf schlechtem oder steinigem Boden eine sichere Ernte. Außerdem hielten sie schon damals Wild- und Nutztiere auf Abstand.

Mach dir die vielen Vorteile zunutze:

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  • Ist dein Gartenboden schlecht, kannst du auch ohne aufwändige Bodenverbesserung Obst, Gemüse und Kräuter anbauen.
  • Vor allem in kleinen Gärten bringt das Hochbeet überraschend reiche Ernte. Denn durch das Befüllen mit organischem Material und der anschließenden Verrottung kommt es zur Wärmebildung im Inneren des Beetes und zu einem höheren Nährstoffangebot.
  • Rasen, Gehölzschnitt, Laub, Kompost und vieles mehr, was im Garten ohnedies anfällt, kannst du beim Aufbau verwerten.
  • Nacktschnecken lassen sich auf der überschaubaren Fläche des Hochbeetes leichter fernhalten; mit einem Schneckenzaun sperrst du sie zur Gänze aus.
  • Baust du ganz unten ein Gitter ein, dann haben Wühlmäuse keine Chance.
  • Das Gärtnern im Stehen schont deinen Rücken.
  • Im Frühjahr kannst du das Hochbeet für die Vorkultur empfindlicher Pflanzen als Frühbeet nutzen.

Die ersten Schritte

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Hochbeete werden wie Hügelbeete aufgebaut, sie sind aber durch die stabile Einfassung dauerhafter. Wähle einen sonnigen, ebenen Platz, der von allen Seiten zugänglich ist, und markiere die gewünschte Grundfläche mit Holzpflöcken und Schnüren. Das Beet sollte nicht breiter als 2 m sein; die Länge ist variabel. Zuerst hebst du eine 30 cm tiefe Grube aus. Das Hochbeet benötigt nun einen Rahmen – diesen kannst du kaufen oder selbst zimmern.

So befüllst du das Hochbeet

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Zuerst legst du die Grube mit einem Gitter als Schutz gegen Wühlmäuse aus und ziehst es an den Seiten etwa 20 cm hoch hinauf. Dann folgen etwa 40 bis 50 cm hoch grobe Äste und Zweige. Je stärker das Material ist, desto länger benötigt es, um zu verrotten.

Auf diese erste Schicht kannst du eventuell angefallene umgedrehte Rasensoden breiten. Es folgt eine 10 cm dicke Schicht aus Häckselgut. Die nächste, 25 cm dicke Lage besteht aus Laubabfällen, Rasenschnitt oder sonstigen gemischten Gartenabfällen. Den Abschluss bilden 15 cm Grobkompost und 15 cm Feinkompost. Dann deckst du mit Gartenhumus oder am besten mit Hochbeeterde die Fläche ab.

Sollte dir Material zum Befüllen fehlen, kannst du es dir in deinem Lagerhaus auch kaufen. Wenn du zusätzlich zwischen die Schichten etwas Urgesteinsmehl streust, förderst du das Bodenleben und die Zersetzung des Materials.

Im Laufe der Zeit sinkt dein Hochbeet durch die Zersetzung der Füllung ein. Daher musst du jedes Jahr Kompost oder Erde auffüllen. Nach 5 bis 6 Jahren ist die erste Füllung komplett verrottet und du solltest das Beet neu angelegen.

Jetzt wird gepflanzt

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Um den kleinen Raum optimal zu nützen, pflanzt du hohe Gemüse in die Mitte und niedrige an den Rand. Gut ist es, Flachwurzler wie Salat oder Gurken neben Tiefwurzler wie Karotten, Hülsenfrüchte oder Tomaten zu setzen. Radieschen sind die idealen Lückenfüller und eignen sich wegen ihrer kurzen Kulturdauer auch gut als Vor- und Nachkultur. Du kannst auch Kräuter und Gemüse wie Buschbohnen, Rote Rüben und Bohnenkraut oder Karotten, Lauch und Majoran zusammensetzen.

Herausgeber: RWA Raiffeisen Ware Austria Aktiengesellschaft