Bereiten Sie Ihr Gemüsebeet für den Herbstanbau vor

Die meisten Beete sind im August schon abgeerntet. Der beste Zeitpunkt, um sich Gedanken für einen Neuanbau zu machen. Denn kein Beet sollte lange leer stehen. So müssen Sie im Winter nicht auf frisches Gemüse verzichten. Wir haben die besten Tipps für den Herbstanbau im Gemüsebeet!

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Gemüsebeet für den Herbstanbau vorbereiten

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Bevor Sie Ihr Beet neu bepflanzen, entfernen Sie die Reste von der Vorernte. Unkraut und Steine gehören auch aussortiert. Mit einem Gartengrubber können Sie das Beet lockern und grobe Erdkörner zerkleinern. Arbeiten Sie anschließend Dünger in Form von Hornmehl ein und ebnen Sie die Fläche mit einem Rechen.

Für die Saatrillen benötigen Sie kein extra Werkzeug, drücken Sie einfach mit dem Rücken eines Rechens Saatrillen. Achten Sie auf den Abstand zwischen den Rillen, denn Radieschen benötigen einen weniger großen Abstand als z. B. Salate.

Wie groß der Abstand der Saatkörner zwischen und in den Saatrillen sein soll, können Sie auf den Verpackungen lesen. Anschließend die Samen mit Erde bedecken und mit dem Rücken des Rechens leicht andrücken. Dann können die Beete vorsichtig bewässert werden.

Gemüserotation beim Anbau
Die Gemüsefolge im Beet sollte jedes Jahr wechseln, damit der Boden nicht auslaugt. Sich können sich eine Skizze machen und eintragen, wo welches Gemüse heuer angebaut wurde. Im darauffolgenden Jahr wird dann einfach die Anbaufolge gewechselt. So wird der Boden bestens genützt. Wenn Sie jedes Jahr das gleiche Gemüse aussäen, würde das Gemüse schwächer werden und Schädlinge hätten ein leichtes Spiel.

Welches Gemüse wird im August ausgesät?
Die Auswahl an Gemüse, das Sie noch im August aussäen können ist groß:
Chinakohl, Endivie (bis Mitte des Monats), Radieschen, Spinat, Kopfsalat, Feldsalat oder Frühlingszwiebeln (ganzes Monat), Mangold, div. Zwiebeln (Ende des Monats).

Aussaat von September bis Oktober

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Selbst im September und Oktober gibt es noch viele Gemüsesorten zum Aussäen:
September: Von Mangold über Radieschen bis zu Kopfsalat, Spinat und Steckzwiebeln.
Oktober: Vorausgesetzt es friert im Oktober nicht und das Beet ist noch nicht mit Schnee bedeckt, können Sie die Samen von Spinat, Steckzwiebeln und Feldsalat in die Saatrillen legen.

Mit dieser Auswahl haben Sie auch im Winter immer frisches Gemüse zur Hand. Denn in der dunklen Jahreszeit sind frische Vitamine und Mineralstoffe besonders wichtig. Falls Sie kein weiteres Gemüse mehr anbauen, säen Sie eine Gründüngung (z.B. Phazelia, Senf, Raps oder Klee) aus. Diese verbessert den Boden, der Wuchs von Unkraut wird unterdrückt und die Bienen freuen sich darüber. Die Pflanzen der Gründüngung werden dann einfach im Frühjahr vor der neuen Aussaat gemulcht oder in den Boden eingearbeitet.

Herbstgemüse im Hochbeet anbauen

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Hochbeete sind gute Wärmespeicher und ideal zum Anbauen von Gemüse im Herbst. In der Nacht kann das Beet zum Schutz vor Kälte mit einer Folie oder Wärmeschutzhaube abgedeckt werden. Tagsüber wird das Beet geöffnet, damit sich keine Pilzkrankheiten bilden und kein Schimmel entwickelt.

Hochbeete bieten Schutz vor den meisten Schädlingen: Wühlmäuse kommen nicht ans Gemüse heran, vorausgesetzt Sie haben ein Mäusegitter am Boden verlegt. Auch Schnecken können im Hochbeet besser abgewehrt werdne als im tiefliegenden Gemüsebeet.

Tipp: Gegen Kälte kannst du ein Gartenvlies über das Hochbeet legen. Dieser Schutz ist natürlich auch fürs Gartenbeet bestens geeignet.

Pflege und Düngung

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Achten Sie darauf, dass das Beet immer frei von Unkraut bleibt. Im Herbst musst nicht mehr täglich gegossen werden, aber die Erde darf trotzdem nicht austrocknen. Regenwasser ist ein optimales Gießwasser, es hat weniger Kalk als Leitungswasser und ist frei von Mineralien.

Streuen Sie zu Beginn Bio-Gemüsedünger, Gesteinsmehl, Kompost oder Hornmehl aufs Beet und arbeiten Sie den Dünger mit einem Rechen vorsichtig ein.

Wenn Sie eine Brennnesseljauche angesetzt haben, gießen Sie damit 1x pro Woche Ihr Gemüse das stärkt Ihre Pflanzen zusätzlich und ist ganz natürlich.

Schädlinge

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Die Wühlmaus ist ein gefürchteter Schädling. Gerne knabbert sie die zarten Wurzeln der Gemüsepflanzen an. Auch Schnecken fressen mit Vorliebe Salatblätter. Mache ihnen das Leben schwer, indem du eine Rhizomsperre (Wurzelsperre) rund um dein Beet baust. Gegen Schnecken hilft auch biologisches Schneckenkorn. Gemüsefliegen und Gemüseraupen können einen genauso zur Verzweiflung bringen. Spannen Sie am besten ein Gemüsenetz über Ihr Beet.

Wann ernten?

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Radieschen sind schnellwüchsig. Schon nach wenigen Wochen kann das knackige Gemüse geerntet werden. Salate brauchen dagegen zum Beispiel schon etwas länger.

Tipp: Säen Sie die Samen zeitlich versetzt aus, sodass Sie jeden Tag frischen Salat ernten können und nicht alles auf einmal reif wird.

Festzustellen, wann das Gemüse wirklich erntereif ist, ist nicht immer einfach. Es gibt ein paar wertvolle Tipps wie Sie sehen können, ob das Gemüse schon geerntet werden kann:
Während Paprika solange reifen soll, bis er ein schönes Gelb, Rot oder Orange erhält, sollte Kohlrabi geerntet werden, wenn er Tennisballgröße erreicht hat, da er sonst holzig wird. Je größer Zucchini werden, desto mehr verlieren sie ihr Aroma. Wurzelgemüse schmeckt hingegen besser, je länger man es im Boden lässt. Es besteht nur die Gefahr, dass Wühlmäuse das auch so sehen und das schmackhafte Gemüse anknabbern.

Nicht nur die Erntereife ist beim Gemüse wichtig, sondern auch die Erntezeit: Salate, Rote Rüben oder Mangold sollten erst am Nachmittag, am besten an einem sonnigen Tag, geerntet werden. Zu dieser Zeit ist der Vitamingehalt am größten.